Fraktur: non solum os, sed etiam pars

Der Bruch:   Nicht nur am Nochen, sondern auch am Implantat 20 Jahre Schadensanalyse und Gutachten zu implantierbaren Medizinprodukten lassen dem Sachverständigen eine große Auswahl, das ein oder andere herausragende Schadensbild darzustellen. Einführend wird ein kleiner Exkurs zu der Einteilung und Klassifizierung von Medizinprodukten , zu den Richtlinien und Vorgaben für die Herstellung und das […]

Der Bruch:   Nicht nur am Nochen, sondern auch am Implantat

20 Jahre Schadensanalyse und Gutachten zu implantierbaren Medizinprodukten lassen dem Sachverständigen eine große Auswahl, das ein oder andere herausragende Schadensbild darzustellen.

Einführend wird ein kleiner Exkurs zu der Einteilung und Klassifizierung von Medizinprodukten , zu den Richtlinien und Vorgaben für die Herstellung und das Inverkehrbringen von Medizinprodukten gegeben. Dies ist naheliegend und nutzbringend, weil wir derzeit mitten in der Übergangsphase von „alter“ Richtlinie 93/42/EWG (MDD) und neuer Richtlinie 2017/745 (MDR) sind und bis 2024 bleiben. Die Abgrenzung von Medizinprodukten zu Pharmaprodukten möge etwas Aufklärung in die stets aktuelle Diskussion – Warum versagen „soviele“ Medizinprodukte/Implantate – bringen.

In der Hauptsache stellt der technische Sachverständige Schäden an Medizinprodukten und deren gutachterliche Bewertung dar. Der große Fundus erlaubt, den gesamten menschlichen Körper, vom Schädel bis zum Fuß, Schrittweise zu betrachten. Dabei kommen traumatologische Medizinprodukte für Knochenfrakturbehandlung genauso zum Zuge wie orthopädische Implantate für die Großgelenke und für die Wirbelsäule.

Abrunden sind Beispiele aus der Gruppe der aktiven Medizinprodukte, zentrales Objekt Herzschrittmacher.

Mit der abschließenden go home message sei jeder Teilnehmer sensibilisiert , für den Fall ein künstliches Körperersatzteil wird notwendig, jedoch immer im Focus behaltend, dass die natürliche Konstruktion die Beste ist.

 

 

 
Dr.-Ing. Ulrich Holzwarth

ö.b.u.v. SV für Chirurgisch invasive Implantate und deren Werkstoffe